Sonntag, 11. Januar 2009

- laguna quilotoa und wieder mal quito -

Buonas noches, ihr Lieben.

Wir kommen leider nicht allzu oft ins Internet, so dass ihr uns hoffentlich die langen Pausen verzeiht.
Wo beginnen...bevor wir uns in unser erstes Hoehenabenteuer gestuerzt haben, waren wir auf dem Wochenmarkt in Saquisili, ein kleiner, eher unspektakulaerer Ort, der sich an jedem Donnerstag mit einer Masse an Haendlern aus den umliegenden Bergdoerfern fuellt. Hier haben wir einen ersten Eindruck bekommen, wie sehr die Indigenas aus den Bergen noch in ihrem traditionellen Leben verhaftet sind. Natuerlich haben wir auch ein paar der dortigen Spezialitaeten probiert...Meerschweinchen war leider noch nicht dabei. War lecker, zumindest teilweise. Beeindruckend und erschreckend gleichzeitig war der Tiermarkt, aber seht selbst.









Danach ging es weiter hinauf in die Berge
Trotz der Hoehe waren wir noch einigermassen fit. Unsere erste Akklimatisierungspruefung haben wir jetzt auch vor uns.
Die nachsten 2 Tage sollten wir an der Laguna Quilotoa, einem Kratersee, auf 3900 m Hoehe verbringen.
Nach einer abenteuerlichen Busfahrt hinauf in die Anden mit ersten Lamasichtungen



erreichten wir den kleinen Ort Zumbahua, von dem aus wir mit einem Camioneta- kleiner Jeep, auf deren Ladeflaeche man mitgenommen wird-weiterfuhren. Nachdem wir eingestiegen waren, begann es auch heftig zu regnen, so dass wir froh waren, dass diese Camioneta eine Plane hatte.
Problem war nur, dass das Wasser an Vorder/ und Rueckseite schoen ins Fahrzeug lief und uns allen einen nassen Hintern bescherte.



Somit war unser erstes Ziel auch nicht die Lagune, die sowieso im Nebel lag, sondern das Hostal direkt am Kraterrand Pacha Mama, auf Quechua, der Indigena-Sprache soviel wie Mutter Erde, wo wir uns an einem heimeligen Holzofen aufwaermten samt abgekuehlten Hintern.
Das Wetter besserte sich dann auch soweit, dass wir beschlossen unseren ersten Trekk zum Kratersee hinunter zu unternehmen. 400 Hoehenmeter, laut Reisefuehrer 30 min runter 90 min rauf.



Hoert sich einfach, Pustekuchen. Der Abstieg war ja noch ganz schoen, die Kulisse beeindruckend. Aber danach mussten wir ja ziemlich zuegig wieder rauf, um nicht im Dunkeln aufzusteigen. Junge, haben wir geschnauft.
In kuerzester Zeit schnellt der Puls hoch, man fuehlt sich wie nach einem Halbmarathon, nur das man in der Zeit gerade mal 100 m zurueckgelegt hat. Gruss an den Trainer Zuendl, die Jungs sind superfit, wenn wir das hinter uns haben!
Aber wer runter geht, muss nunmal auch wieder rauf. Also kaempften wir uns nach oben und schafften es auch in 58 min. Danach ging es uns allen aber weniger gut, so dass wir einen kleinen Einblick bekamen, was Hoehenkrankheit bedeutet. Aber nur nen kleinen.
Nach einem kleinen Diamox-Doping gegn die hoehenkrankheit begannen wir den naechsten Tag(die Nacht haben Bjoern und Ina kaum geschlafen, aufgrund notorischen Schnarchers in dem Zimmer ueber uns, der Dank fehlender Isolation so laut war, dass man den Eindruck hatte, er liegt im Graebele zwischen uns) motiviert mit der Absicht, am Kraterrand entlang zu wandern. Eine 5,5 stuendige Wanderung, bei der wir immer zwischen 3400 und 4100 m Hoehe schwankten. Auch da pumpten wir wie die Maikaefer, aber dank einigermassen stabilem Wetter kamen wir fast trocken zurueck.





Wir fuhren noch am selben Tag zurueck nach Quito, und zwar wieder mit Taxi nach Zumbahua, von dort aus brauchten wir einen Bus nach Latacunga, um den nachsten Bus nach Quito zu nehmen.
Also stehen wir in diesem kleinen Kaff und fragen uns in gebrochenem Spanisch durch nach dem Busstop. Das ist hier nicht so einfach, da eine konkrete Markierung derselben meist fehlt. Die beste Methode an einen passenden Bus zu kommen ist einfach zu winken, sobald einer vorbeifaehrt. Also taten wir dies auch, obwohl die Beschriftung des Buses auf die Gegen richtung schliessen liess. Die Busfahrer bestaetigten uns jedoch, dass sie nach Latacunga fuhren, so dass wir einstiegen. Danach drehte der Bus aber wieder Richtung Dorf, was bei uns Fragen aufwarf. Nachdem er aber das halbe Dorf aufgelesen hatten, wurde uns klar, dass der Busfahrer einzig wegen uns seine Richtung geaendert hatte, um die Gringos, also uns, zu unserem Ziel zu bringen. So gehts eben auch.



Zurueck in Quito haben wir bei genialen Wetter den Pichincha bestiegen (Hausvulkan von Quito), zumindest bis zum Aussichtspunkt ueber die Stadt.



Danach waren wir am Aequatormuseum und haben fasziniert die Wasser und Energietests bestaunt. Mehr dazu, wenn wir wieder bei euch in D sind.



P.S. Tut uns leid wegen den unfassbaren 27 Grad minus (-8

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